Zeit ist Geld...Wenn man so wie ich selbständig ist, sieht man sich jeden Tag aufs Neue mit der Herausforderung konfrontiert, die Arbeit sinnvoll zu organisieren, die Zeit effektiv zu nutzen und sich letztendlich selbst zu managen. Es ist kein Chef da, der mir sagt, was ich tun soll und was nicht.

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Fotograf: Mensi Bildquelle: Pixelio.de

Und so verliert man viel Zeit, in der man ständig neue Wege sucht, um Geld zu verdienen.

Es gibt viele Methoden, Konzepte und Strategien, die Hilfe versprechen. Und ich sage es euch: ich habe viele probiert.

David Allens „Getting Things Done“ (GTD) ist eine, die außerordentlich beliebt ist und momentan sozusagen religiösen Kultstatus genießt. Und ich sage es euch wieder : ZU RECHT!

Um die Themen GTD, Productivity und Lifehacks haben sich in den letzten Jahren unzählige Blogs gebildet, die Tipps geben, wie man seine Produktivität und Kreativität
erhöht und gleichzeitig Stress und lästiges Hinauszögern/Verschleppen vermeidet.

Diese Erfahrung hatte ich hier auch in meinen Blogs: ich habe unheimlich viel gepostet, da ich dachte:

  • „Nun, ich bin ein Workaholic,
  • ich arbeite bis tief in die Nacht,
  • ich schreibe einfach viel!
  • Denn jeder Post bringt mir Besucher,
  • je mehr Besucher, desto mehr wird entsprechende Werbung eingeblendet und
  • geklickt.
  • Im Umkehrschluss würde es bedeutet: Mehr Geld!"

Doch die Rechnung ging nicht auf. Es kamen zwar schon mehr Besucher, aber meine Einträge waren so schnell geschrieben, fast ohne Liebe, dass ich dadurch letztendlich kaum wiederkehrende Besucher hatte. Die meisten waren Besucher, die mit der Zeit verschwanden und nur einmalig kamen.
Auch war ich vom „Endlos-Posten“ übermüdet, ich hatte keine Zeit, Kommentare zu beantworten, Kreativeres zu schreiben oder Anliegendes zu organisieren.

Dank meinem Blogger-Freund Göran kam ich auf die Idee, eine neue Strategie zu testen: GTD!

Und seitdem arbeiten meine Blogs wie "von selbst". Ich kann tagelang nicht schreiben, mich auf andere Sachen konzentrieren und trotzdem:

  • Meine Besucherzahl stiegt
  • meine Technorati, Alexa und Google Ranking Werte steigen
  • Also weniger posten,
  • mehr Zeit für mich,
  • mehr Zeit, um Arbeit qualitativ zu verbessern oder Dinge zu erledigen.
  • Meine Adsense-Einnahmen haben sich täglich verdreifacht.
  • Kunden kommen von allein und fragen mich, ob sie auf meinen Blogs werben
  • dürfen!

Wie kam das?

Göran sagte mir: „Du investierst 80% der Zeit darin, etwas neues auf deinen Blogs zu schreiben, statt dich auf einen Post zu konzentrieren und diesen richtig gut zu "positionieren".
Außerdem wirst du mit deinem Blog nie einen guten Status erreichen, da du für Besucher schreibst, die nie wieder kommen werden, da sie zufällig da waren.

Dadurch musst du jeden Tag wieder enorm viel Zeit investieren, um wieder so viele Besucher zu bekommen wie am Vortag. Du hast nie Zeit, um deinen Blog zum Beispiel zu verschönern (Design), zu verbessern (Funktionalität) und du hast kaum Zeit Kommentare zu beantworten, usw.
Alle diese Dinge, die du liegen lässt, blieben hängen... und werden nicht fertig.“

Ich antwortete: „Das stimmt nicht, schau was ich für eine lange „to-do“ - Liste habe, ich weiß, ich muss alles tun, nur finde ich die Zeit nicht.“

Er: „Ständig arbeitest du an neuen Aufgaben, aber lässt andere liegen, damit wirst du nicht fertig.
Wie viele andere Leute neigst du dazu, Kleinigkeiten auf einen unsortierten Stapel zu legen.
Dieser wächst und irgendwann ist das Abarbeiten ziemlich anstrengend und aus den Kleinigkeiten ist ein großer Aufgabenberg geworden.”

Er zeigte mir nun wie „Getting Things Done“ mir helfen kann, mehr Geld zu verdienen.

- Schreibe ein Posting, das für immer "sitzt": das heißt: ein gut recherchiertes Posting.
- deine Aufgabe ist es, diesen einzelnen Post zu "maximieren", also verlinke diesen Post in ein paar guten Stellen im Internet, die wiederum von allein "arbeiten", wodurch sie eine große Anzahl von Besuchern bringen.

Dadurch hast du den größten Teil der Zeit gespart, da deine interessanten Einträge von anderen Menschen am nächsten Tag wieder verlinkt, gelesen und nochmal verlinkt und gelesen werden, OHNE dass du wieder einen Finger rührst.

- Wenn eine Aufgabe in zwei oder auch fünf Minuten zu bearbeiten ist, erledige sie sofort. Zum Beispiel ein Kommentar beantworten. Egal was du gerade tust, eine so kurze Unterbrechung ist kein Problem . Dadurch schaffst du etwas aus dem Weg und hast du einen Leser möglicherweise mehr „gebunden". Außerdem hättest du sonst einen Berg von Kleinigkeiten am Ende des Monats , die du noch zu tun hättest. So fällt schon ein großer Teil weg, der sonst zu Belastungen und Stress am Monatsende führen würde.

Mein Problem waren aber nicht nur die Kleinigkeiten, sondern die Aufgaben, die ich falsch eingeschätzt hatte. Zum Beispiel:

  • 1) Werbekunde X ansprechen
  • 2) komplettes Design und Blogvernetzung ändern
  • 3) Co-Autoren Besprechung
  • Usw.

Manche Aufgaben habe ich nicht erledigt, weil sie komplexer waren als ich dachte.
Auf meiner To-Do Liste hatte ich sie zwar notiert, doch seit Tagen unerledigt gelassen.

Jeder einzelne Punkt war in Wirklichkeit viel komplizierter: ich musste die Aufgabe wieder splitten:

Beispiel 1) Anrufen, anschließend Brief oder E-mail schreiben, korrigieren lassen (mein Deutsch halt :-) ), senden, abwarten, nachfragen,...

oder

Beispiel 4) Jeden Co-Autoren erst einmal einzeln ansprechen, dann eine Lösung für alle finden, dann schauen wo die neuen Probleme/Differenzen vorliegen, usw.

Natürlich war mir klar, dass ich nicht sofort einen Kunden anrufen kann und sofort sagt er mir: “Ach super! Ich mach´ mit!”.

Ja, es war mir klar, aber nicht richtig bewusst. Als ich anrief, stand ich da und sagte mir, “Na toll, jetzt muss ich mich noch hinsetzen, etwas zum Telefonat schreiben, dann noch korrigieren lassen, wie lange wird das alles wohl dauern?” Und schon hatte ich die Lust verloren.

Doch: Wenn man die einzelnen Aufgaben trennt und strukturiert, geht das Abarbeiten zügiger von der Hand und es wird vieles automatisiert.
Vor allem, wenn man eine Struktur reinbekommt, wird alles easier, da viele der Aufgaben regelmäßig wieder auftreten.
Also ein Mal geklärt: so läuft das, dann braucht man nicht mehr daran zu denken.

  • Man ist freier,
  • Man hat mehr Zeit,
  • Man kann Zeit in andere Dinge investieren,
  • die To-do Liste wird kürzer
  • und auch das Geld kommt sozusagen fast "von allein".

Ja, GTD war für mich persönlich eine unglaubliche Erfahrung, ich habe
wirklich viel gelernt und ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
Auch die Website, die dazu gehört : http://www.immediate-effects.com
gibt schon einige Tipps und erklärt genau worum es geht und wie das
ganze funktioniert.


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